15.03.2018

Energiepower aus Grünschnitt – mit Technikpower von Doppstadt

Grünschnitt und naturbelassenes Holz sind nach Aufbereitung erstklassige Energieträger. Das weiß man auch in der japanischen Präfektur Gunma und hat den lokalen Doppstadt-Partner Sun Earth mit diesem Thema betraut. Gefragt war eine effiziente technische Lösung für die thermische Wiederverwertung des genannten Materials – und da lieferte Doppstadt einmal mehr eindrucksvoll ab!

Für den Auftraggeber Green Material wurde ein durchgängiges Anlagenkonzept realisiert: mit Vor- und Nachzerkleinerer, Metallabscheidung und Siebung. Seit Januar 2018 ist dieses Paradebeispiel für prozessorientierte Umwelt- und Recyclingtechnik aus einer Hand in Betrieb.

Die Hauptrollen bei der zukunftsweisenden Doppstadt-Anlage in Japan spielen der Vorzerkleinerer DW 306 Ceron Typ B, der neue Nachzerkleinerer AK 640 VE und die Trommelsiebmaschine SST 725. In intelligenter Kombination spielen die Systeme ihre Stärken konsequent aus und sorgen dafür, dass homogenes Material in bestmöglicher Qualität und ohne Metallrückstände für die thermische Wiederverwertung genutzt werden kann.

Die „Transformation“ des Ausgangsmaterials erfolgt in vier Schritten. Nach der Vor- und Nachzerkleinerung kommen die Metallauslese (per Magnetabscheider) sowie die Trennung in Fein-, Fertig- und Überkorn an die Reihe. Das Überkorn wird automatisch so lange an die Nachzerkleinerung rezirkuliert, bis es die Vorgaben des Fertigprodukts erfüllt. Falls einmal nicht die gesamte Prozesskette gefragt ist, lässt sich die Doppstadt-Anlage auch für einzelne Schritte flexibel nutzen.

Die Arbeitsschritte auf einen Blick

Startläufer in der „Doppstadt-Staffel“ ist der DW 306 Ceron Typ B. Er wird von einem Umschlagbagger befüllt und übernimmt die Grobzerkleinerung des Eingangsmaterials. Dieses wird von den Zähnen des Walzenzerkleinerers durch einen Zerkleinerungskamm gebrochen. Ein Förderband bringt die vorzerkleinerte Mischfraktion anschließend zur Nachzerkleinerung im AK 640 VE. Auf dem Weg dorthin entfrachtet ein Überbandmagnet die eisenhaltigen Störstoffe vom Holz. Eine weitere Metallentfrachtung erfolgt vor der Siebung.

Für die richtige Materialkörnung ist die Trommelsiebmaschine SST 725 zuständig. Sie siebt im Eingangsbereich den Feinanteil ab, das heißt Korngrößen unter 10 mm. Die Zielfraktion bzw. das Fertigkorn ist nach Kundenanforderungen 10 bis 50 mm groß. Was darüber liegt, transportieren Förderbänder automatisch zurück zur Nachzerkleinerung, wo das Überkorn erneut zerkleinert wird. Erst wenn das gesamte Material der Zielkorngröße entspricht, endet die Rezirkulation des Materials. Durch das Sieben kann gröber und somit mit deutlich weniger Feinkorn zerkleinert werden und die Gaußsche-Normalverteilung zu Gunsten von weniger Verschleiß, Energieverbrauch und Feinkorn beeinflusst werden.

Bestens bewährt in Fernost

Die innovative Anlagenkombination ist nicht der erste Auftrag, den Doppstadt für Green Material realisiert hat. Das japanische Unternehmen vertraut dem Spezialisten für Umwelttechnik schon seit vielen Jahren. Die Betreuung vor Ort liegt in den Händen des japanischen Doppstadt-Partners Sun Earth Co. Ltd., Yokohama (www.sun-earth.jp). Insgesamt arbeitet Doppstadt über sein erlesenes Händlernetzwerk mit 42 Partnern in 45 Ländern zusammen.