1977: „Als ich anfing, waren wir in der Werkstatt zu zweit – heute arbeiten hier hunderte!“

Doppstadt gründet sein Stammwerk in Velbert und erweitert sein Produkt-Portfolio

1977 wird der Hof in Homberg definitiv zu klein: Die Doppstadts kaufen ein Grundstück in Velbert und bauen ihr Stammwerk darauf. Das Produktportfolio der Firma hat sich stark erweitert: Zur Putzmaschine und Kiesaufbereitung sind Randstreifenmäher, schnell laufende Zerkleinerer und Trommelsiebmaschinen hinzugekommen. Maschinen also, die Bauschutt, Müll, Holz- und Grasschnitt schreddern und sortieren können, sprich: recyceln können.

Damit ist die Richtung klar. Doppstadt wird Umwelt-Spezialist. Und beginnt zu wachsen. „Als ich 1980 anfing, arbeiteten bei Doppstadt vielleicht eine Handvoll Leute“, erinnert sich Peter Müller, langjähriger Mitarbeiter der Firma. „In der Werkstatt waren wir zu zweit.“ Heute sind im Unternehmen rund 700 Menschen beschäftigt. „Dadurch hat sich natürlich viel geändert“, erzählt Peter Müller. „Zu meiner Zeit kam der Chef noch höchstpersönlich in die Werkstatt und besprach mit uns seine Pläne.“ Und erinnert sich: „Einmal wollte er zum Beispiel die Filterbecken-Reinigungsanlage ganz neu konstruieren. Wir konnten uns darunter aber nichts vorstellen. Da hat er ein Stück Kreide genommen und seine Ideen auf den Werkstattboden gemalt. Und veranlasst: ‚Hier wird bis auf Weiteres nicht gefegt.‘“ Die Maschine, die auf Grundlage dieser Zeichnung konstruiert wurde, ist – kontinuierlich an den Stand der Technik angepasst – bis heute im Einsatz. Genau wie die Putzmaschine von 1970: Deren moderne Nachfolgerinnen säubern aktuell den radioaktiv verseuchten Boden im japanischen Fukushima.